Meist gestellte Fragen |
|
| 1. Wie wird Wollfett aus der Wolle geholt? Leider können wir das nicht selbst. Wollfett ist ein Beiprodukt das gewonnen wird beim Waschen der abgeschorenen Wolle. Das Waschen der Wolle geschieht in der Wollwaschanlage in Verviers, Belgien. Die Schafwolle geht durch verschiedene grosse Bäder. Das Wollfett aus der Wolle wird warm und weich und kommt in das Waschwasser. Dieses geschieht vor allem bei den ersten zwei Bädern. Danach wird das Wollfett abgekühlt und zentrifugiert wonach es gut aufgefangen werden kann. Es wird uns geliefert in eisernen Fässern mit einem Inhalt von 50 Kilo Wollfett. |
![]() |
| 2. Wieviel Wollfett enthält ein Schaffell? Ein Schaffell wiegt ungefähr 2,5 Kilo und besteht aus: 65% Wolle, 31% Heu, Stroh, Sand, Mist, 4% WOLLFETT. Das bedeutet, dass das Fell von einem Schaf ca 100 Gram Wollfett liefert. Das sind ungefähr zwei dieser Töpfchen. |
![]() |
| 3. Was ist der Unterschied zwischen Wollfett und Lanolin? In der Praxis werden die Bezeichnungen Wollfett und Lanolin oft verwechselt! Lanolin enthält jedoch 75% Wollfett und 25% Wasser. Diese Mischung macht das Wollfett besser schmierbar und die Haut nimmt es leichter auf. Lanolin hat genau wie pures Wollfett eine stark mildernde und genesende Wirkung. |
![]() |
| 4. Hilft Wollfett auch gegen meine Beschwerde? Die Schafwollcremes werden bei allerlei Hautproblemen benutzt. Schafbäuerin Renske notiert alle Anwendungen die feste Verbraucher ihr schreiben, mailen, erzählen oder zeigen. Siehe für weitere Auskünfte auf der Seite ‘Gebrauch von Hörensagen’. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollte man sich aber an einen Arzt wenden. Hautbeschwerden rühren oft ‘von innen her’. Unsere Cremes können die Ursachen nicht wegnehmen. Wir vernehmen jedoch oft, dass die Haut ruhiger und weniger irritiert wird. |
![]() |
| 5. Kann man allergisch sein gegen Wollfett? Ja, das ist möglich. Laut der holländischen Enzyklopädie 'Grote Winkler Prins' ist einer von 100.000 Menschen in Europa allergisch gegen Wollfett. In den letzten Jahren hat Schafbäuerin Renske von einigen Personen eine allergische Reaktion gegen Schafwollcremes vernommen. Es handelte sich dabei hauptsächlich um eine rote und etwas geschwollene Haut. Natürlich können diese Reaktionen auch entstanden sein durch andere Bestandteile der Cremes. |
![]() |
| 6. Wofür wird Wollfett noch mehr gebraucht? Wollfett wird vor allem benutzt in Schönheitsartikel und Heilmittel. Viele Sorten von Cremes enthalten Wollfett oder Lanolin, aber es handelt sich dabei fast immer um niedrigere Prozente als in unseren Schafwollcremes. In medizinischen Salben werden die betreffenden Heilmittel zusammen mit Wollfett/lanolin schnell von der Haut aufgenommen. Bei der Metallbearbeitung wirkt Lanolin als Rostschutzmittel, in Tinte und Farbe wird es angewendet als Anti-zerstreuungsmittel. Es ist ein Bindemittel bei Schmierprodukten für Maschinen und ein Hauptbestandteil von Feuchtigkeiteinbringenden Cremes in der Lederindustrie. |
![]() |
| 7. Ist Wollfett bekannt aus der Geschichte? Kleopatra war bildschön. Zu ihrer Zeit war Wollfett schon bekannt als Antifaltenmittel. Am Anfang der Zeitrechnung beschrieb der römische Dichter Ovid in seinem Buch ‘The art of loving’ den Gebrauch von Wollfett um die weibliche Schönheit zu erhöhen. Die Vorteile des Wollfettes wurden immer mehr anerkannt und das Schafprodukt verbreitete sich über die ganze Welt. Bei Hautproblemen aber auch bei Muskelschmerzen, Verstauchungen und blaue Flecken wurde es angewendet. Ende 1800 wurde in Deutschland dem Wollfett zum ersten Mal den Namen Lanolin gegeben. Anfang 1900 kamen bessere Methoden (Maschinen) um Lanolin aus der Wolle zu waschen, hierdurch auch begann sich vor allem nach dem zweiten Weltkrieg der Gebrauch von Wollfett zu entwickeln. Es entstanden hunderte Varianten von Lanolin, vor allem für die kosmetische und pharmazeutische Industrie. |
![]() |






